Der Gaperon wird aus Kuhmilch, vorzugsweise Rohmilch oder auch Buttermilch hergestellt, manchmal ergänzt mit Ziegen- oder Schafsmilch. Dem Käseteig wird Salz, Pfeffer und Knoblauch hinzugegeben. In der jungen Variante schmeckt er leicht herb und scharf, in der gereiften Variante weist er einen intensiven Geschmack nach Knoblauch auf und hat eine leichte Pfefferschärfe. Der Name Gaperon leitet sich vom Wort ‹gape/gaspe› ab, der okzitanischen Bezeichnung für ‹babeurre›, französisch für Buttermilch.
Hergestellt wird der Gaperon in der Limagne, einer Landschaft um Clermont-Ferrand, wo auch schon seit langem Knoblauch angebaut wird. Es gibt nur noch wenige Produzenten, darunter die Fromagerie de Laqueuille.
Er weist einen Durchmesser von 5–11 cm auf, ist 5–10 cm hoch und wiegt 250–500 g. Sein Fettgehalt beträgt 40–50% in der Trockenmasse. Er wird nur eine bis wenige Wochen gelagert und ist ein streichfertiger Weichkäse. Aufgrund seiner Form und seines pikanten Geschmacks wird er scherzhaft ‹nichon de belle-mère› (Schwiegermutter-Titte) genannt.
Der Gaperon wird schon seit über 1200 Jahren hergestellt; ursprünglich verwendeten die Bauern nur dicke Buttermilch und gaben diese zum Reifen in ein Tuch. Dieses wurde oben verknotet und an die Decke gehängt. Früher waren die Tuchfalten noch im Käse zu sehen, heute ist dies nur noch beim manuell hergestellten Gaperon zu sehen. Der Käse wurde nur in den Sommermonaten produziert; da er sehr fettarm ist, diente er als Fastenspeise.
Früher wurde der Reichtum einer Braut nach der Anzahl Gaperons, die von der Decke hingen, beurteilt.